Interkulturelle Kompetenz

April 12, 2009 by · Leave a Comment
Filed under: Kommunikation, Management, Psychologie 

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Interkulturelle Kompetenz

 

Was versteht man unter interkultureller Kompetenz?

Es gibt zahllose Definitionen und Umschreibungen.

Erstens:

Die Summe aller Fähigkeiten, die notwendig sind, um mit Angehörigen anderer Kulturkreise einen Zustand der Gemeinsamkeit herzustellen, der nicht von bestimmten kulturspezifischen Eigenheiten und Vorstellungen dominiert wird.

Zweitens
Interkulturelle Kompetenz ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche und für alle Beteiligten zufrieden stellende Kommunikation, Begegnung und Kooperation zwischen Menschen aus Fremdkulturen.

 

Welche sind die Komponenten interkultureller Kompetenz?

1. Wissen

Wissen  ist  essentielle  Vorbedingung  für  das  eigene  “richtige”  Verhalten  in  bezug  auf  die  Achtung  von  Kommunikationsnormen  und  die  Bewältigung  von  Konfliktsituationen.

Wissen  ist  Dreh-  und  Angelpunkt  für  das  Gelingen  interkultureller  Kompetenz

2. Erfahrung

Erfahrungen  nehmen eine  Interimstellung  zwischen  Persönlichkeit  und  Wissen  ein,  indem  sie  die  Persönlichkeit  prägen  und  zur  Wissensaufnahme  beitragen.

3. Person

Eine interkulturell kompetente Person soll unter anderem folgende wichtige Fähigkeiten aufweisen:

- Kontaktstärke

- Einfühlungsvermögen

- Humor:

4. Sachkompetenz

Diese Fähigkeit bildet die Grundlage interkultureller Kompetenz und beinhaltet folgendes:

Erstens das  Wissen  eigener  kultureller  Werte  und  Einstellungen;

Zweitens das  Wissen  fremder  kultureller  Werte  und  Einstellungen;

Drittens das  Wissen  um  die  mögliche  Rivalität  von  Werten  wie  etwa  Gerechtigkeit  oder  Solidarität.

5. Sozialkompetenz

Sozialkompetenz ist besonders in Interaktionssequenzen gefragt. Sozialkompetenz umfasst:

Erstens: die  Fähigkeit,  mit  Streß  umzugehen.

Zweitens: die  Fähigkeit,  Widersprüche  und  Konflikte  in  Interaktion  und  Kommunikation  kulturadäquat  auszutragen.

Drittens: die  Fähigkeit,  Empathie  für  das  fremdkulturelle  Individuum  zu  entwickeln.

6. Selbstkompetenz

Selbstkompetenz ist die  Erkenntnis,  wie  das “ich”  selbst  von  kulturellen  Werten  und  Einstellungen  beeinflußt  wird und  die  Erkenntnis,  welche  Muster  seiner  Kultur  oder  welche  Subkulturen  seiner  Kultur  sein  Selbstverständnis  ausmachen.

7. Wahrnehmungssensitivität

Darunter versteht man die Fähigkeit, in Situationen möglichst viele wichtige Wirkfaktoren zu identifizieren und eine große Sensibilität für psychologische Einflußgrößen und Wirkungen an den Tag zu legen.

Hierzu benötigt man die Fähigkeit zur Perspektivübernahme, Offenheit und die Diversität von Wahrnehmungsebenen, das heißt ein breites Wahrnehmungsvermögen.

8. Orientierungswissen

Hierzu rechnet man die Fähigkeit zur Orientierung in unklaren und problematischen Situationen, die Diversität von Erklärungsebenen. Mit anderen Worten: Vielfalt von Erklärungsansätzen und die Struktur der Erklärungen, das heißt die Größe des Bezugs der Erklärung zu einer konkreten Situation.

9. Lernmotivation und Lernfähigkeit

Lernmotivation heißt in diesem Zusammenhang die Fähigkeit einer Person, zu erkennen, wie wichtig interkulturelles Lernen ist und die Fähigkeit, anschließend angemessene Lernressourcen zu erschließen.

10. Handlungswissen

Eine interkulturell kompetente Person verfügt nicht nur über ein Verständnis des fremdkulturellen Orientierungssystems, das heißt Verständnis über die jeweiligen Kulturstandards, und dessen Auswirkungen auf das Verhalten eines zu einer Fremdkultur gehörigen  Interaktionspartners, sondern auch über die Fähigkeit dieses Wissen in konkrete Handlungen umzusetzen.

Zusammenfassung

Interkulturelle Kompetenz zeigt sich in der Fähigkeit, in adäquater Weise unterschiedliche Kulturstandards, das heißt Werte, Normen, Regeln und Einstellungen von Menschen aus Fremdkulturen zu berücksichtigen und dadurch synergieträchtige Formen der Zusammenarbeit zu realisieren zur Gestaltung von Gemeinsamem.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

C.J.M. Beniers

NL Zoetermeer, 12-04-2009

Über C.J.M. Beniers

C.J.M. Beniers ist ein bekannter Fachmann auf dem Gebiet von modernen und internationalen Kommunikationstechniken und Entwickler vom Sechs-Komponenten-Modell. Damit können Firmen, Institutionen und Politiker mit Gesprächspartnern aus aller Welt erfolgreich kommunizieren und verhandeln. Seine Karriere begann als internationaler Manager bei Philips N.V. und hat mittlerweile mehr als 35 Jahre Erfahrung als Manager und Management Trainer. Dadurch kennt er beide Seiten, die Theorie und die Praxis, sehr genau. Als Kommunikationsexperte veranstaltet er wissenschaftliche Forschungen im interkulturellen Bereich. Die interessanten Ergebnisse  dieser Forschungen sind in seinen E-Büchern nachzulesen, wie z.B. “Bridging The Cultural Gap”. Hier lernen moderne Manager sich erfolgreich auf Geschäfte mit Leuten aus Fremdkulturen vorzubereiten. Unter anderem werden aktuelle Themen wie Verhandlungen in Krisenzeiten, interkulturelle Barrieren, landesspezifische Kommunikationstechniken, persönliche kulturbedingte Wertesysteme und Missverständnisse behandelt und plausibel erklärt.

Kontakt:
C.J.M. Beniers

Amaliaplaats 2
2713 BJ Zoetermeer
The Netherlands

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