Was das Leben sinnvoll macht: Bedürfnisse achten – Werte schätzen-6

January 11, 2016 by · Leave a Comment
Filed under: Kommunikation, Management, Psychologie 

Was das Leben sinnvoll macht: Bedürfnisse achten – Werte schätzen-6

Werte- 1)

Was sind Werte?

Über diese Frage streiten sich die Philosophen seit Jahrhunderten. Aber vielleicht hilft folgender Zugang: Werte spielen bei unseren Handlungen eine entscheidende Rolle. Dazu ein einfaches Beispiel aus dem Alltag: Wer gerne Marmelade statt Käse auf sein Brot schmiert, der scheint Marmelade den Vorzug zu geben – für diese Person hat Marmelade auf dem Brot mehr Wert als Käse. Werte können also, so auch Graham Haydon, Professor am Fachbereich für Erziehungswissenschaft der Universität London, in starkem Maße beeinflussen, was wir tun bzw. welchen Handlungen wir den Vorzug geben. Sie können, wenn sie auf Gebote zielen, zu Handlungen verleiten (etwa zum Helfen), oder wenn sie auf Verbote zielen, Handlungen verhindern (etwa jemanden nicht zu schädigen).

Natürlich haben die Philosophen diese Frage viel ausführlicher behandelt. Sie unterscheiden beispielsweise zwischen intrinsischen Werten und extrinsischen Werten, also zwischen der Frage, ob das, was ich als wertvoll erachte, „für sich genommen“ wertvoll ist, oder wertvoll, weil es „zu etwas nütze ist“, also zu einem noch wertvollerem Ziel verhilft. Für intrinsische Werte halten die meisten Menschen solche Werte wie Freiheit, Gleichheit oder Gerechtigkeit. In diesem Fall ergibt es schlicht keinen Sinn, zu fragen, warum etwas bspw. gerecht sein soll.

In der Wirtschaft gibt es ebenfalls den Begriff „Wert“, sogar mit einer ähnlichen Bedeutung. Etwas ist genau dann wertvoll, wenn viele Menschen danach streben, es zu besitzen. Ökonomisch muss ein Mangel vorliegen, damit etwas von Vielen als wertvoll erachtet wird. Diamanten bspw. sind deshalb wertvoll, weil sie so selten sind (und weil sie in den Augen vieler Menschen schön anzusehen sind). Man sollte hinzufügen, dass in der Ökonomie die Rahmenbedingungen entscheidend sind: In einer Wüste ist nichts wertvoller als Wasser. Im Regenwald jedoch hat Wasser keinen großen Wert. Materielle Güter können an Wert gewinnen, je mehr Wertvolles sie „in sich“ tragen. Ein Kunstwerk kann daher einen bestimmten (immateriellen) Wert besitzen, weil der Künstler viel Schweiß investiert hat, um es zu schaffen. Es kann aber auch Wert besitzen, weil die Arbeit des Künstlers an sich als wertvoll gilt, wenngleich er das Werk in nur wenigen Minuten geschaffen hat.

Eines zeigt sich hieran sehr deutlich: Werte werden von Menschen geschaffen und bestimmt – sie sind nicht in der Natur vorfindbar wie Steine oder Kühe. Was inwiefern wertvoll ist, wird durch den ständigen Austausch von Wertschätzungen zwischen Menschen bestimmt. Um dieses langwierige Verfahren abzukürzen, sind objektive Wertmaßstäbe festgelegt worden – etwa Währung.

Es gibt allerdings auch immer wieder Werte, für die es keine Maßstäbe gibt. Diese Werte werden von Philosophen häufig „inkommensurable“ Werte genannt. Das bedeutet nichts anderes, als dass sie nicht miteinander vergleichbar sind. Viele sagen: Unsere Gesellschaft ist voller inkommensurabler Werte. Wie viel Freiheit darf ich dem einen Menschen nehmen, um einem anderen Menschen Gerechtigkeit widerfahren zu lassen? Darf ich einen Menschen umbringen, um einen anderen zu retten? Können wir Menschenleben gegeneinander aufwiegen? Besonders das Leben von Menschen sei mit keinem anderen Wert vergleichbar – nicht einmal mit anderem Menschenleben.

Aus diesem und aus vielen anderen Gründen behaupten viele Philosophen, dass wir derzeit in einer Welt des „Wertepluralismus“ leben. Es gibt keinen „Über-Wert“, keine Vergleichsbasis für Werte. Während wir für materielle Güter den Wert am Preis im Supermark ablesen können, funktionieren gesellschaftliche Werte nicht nach dem Marktprinzip. Die weit geführten Debatten über das Verbot der Abtreibung, dem Klonen menschlicher DNA und der Stellung von Religionen in unserer Gesellschaft zeigen, dass viele Fragen bezüglich gesellschaftlicher Werte weiterhin offen sind.

Woher kommen Werte?

Laut Christopher Hodgkinson gibt es drei Kategorien von Werten, die alle unterschiedliche Ursprünge haben. Die erste Art Werte sind subrationale („unterbewusste“) Werte. Man bevorzugt etwas, ohne genau zu wissen, warum. Wie im Falle des Marmeladenbrots. Die zweite Art sind rationale Werte. So sind viele Menschen von dem Wert des menschlichen Lebens überzeugt und können auch gute Gründe dafür angeben – und daraus schließen, dass es bspw. verboten sein sollte, andere Menschen zu schädigen oder gar zu töten. Die dritte Art Werte sind traditioneller Natur. Man ist von einem Wert überzeugt, weil es seit vielen Zeiten so ist oder weil es sich um fundamentale Prinzipien handelt. In diesem Fall hört man Sätze wie: „Das tut man einfach nicht.“ Solche Werte sind erstaunlich stabil, denn sie sind im Denken vieler Menschen, und damit in der Gesellschaft an sich, tief verankert.

Doch wie kommt es zu Werten? Wie nahezu das gesamte Wissen der Menschen werden auch Werte durch die Mitglieder der Gesellschaft an andere Mitglieder weiter gegeben. Das Bildungssystem ist ein entscheidender Zugang für solches Wissen – und auch für Werte. Es gibt viele Wissenschaftler, die behaupten, dass wertfreies Wissen gar nicht existiert. Allein die Auswahl, welches Wissen vermittelt wird, sei eine Bewertung. Über die Bildung, d.h. über das Wissen unserer Gesellschaft, nehmen junge Menschen nicht nur Beschreibungen ihrer Mitmenschen auf, sondern auch Bewertungen. Wenn Goethe schreibt: „Geburt und Grab, ein ewiges Meer, ein wechselnd Weben, ein glückliches Leben!“, beschreibt er nicht nur das Leben, er bewertet es zugleich. Man sollte jedoch die Vermittlung von Werten, vor allem in der Schule, nicht gleichsetzen mit moralischer Erziehung oder gar der Erziehung von Kindern und Jugendlichen zu mündigen Staatsbürgern. Beides sind sehr anspruchsvolle Ziele und die Wertevermittlung spielt nur zum Teil eine Rolle. Werte können von Menschen, besonders von jungen Menschen, akzeptiert und übernommen werden, wenn sie auf positive Weise vorgelebt werden. Das bedeutet, dass die Kinder für sich selbst erkennen, dass diese Werte zu positiven und guten Ergebnissen führen, sofern man sein Handeln danach richtet.

Sind Tugenden wertvoll?

Die Diskussion darüber, inwiefern der Charakter eines Menschen geändert werden kann oder muss, wenn er offensichtlich den falschen Werten anhängt, ist eine sehr alte Diskussion, die bereits im Zentrum der antiken griechischen Philosophie stand. So orientierte man sich nahezu das gesamte Mittelalter hindurch an den moralischen Grundsätzen, die drei Jahrhunderte vor unserer Zeitrechnung von Aristoteles skizziert worden waren – ohne dass man wusste, wie genau man diese zu interpretieren hatte.

Für den antiken Philosophen Aristoteles strebt alles menschliche Handeln nach einem Gut. Und damit meint er: einem Ziel. Jede Handlung wird mit Blick auf ein Ziel begangen. Wenn man sich also die Frage nach dem letzten, dem ultimativen Ziel stellt, dann stellt man die Frage nach dem höchsten Wert. Das, was alle Menschen für wertvoll halten, muss das sein, warum Menschen überhaupt handeln. Für Aristoteles war dieses höchste und wertvollste Ziel: das glückliche und erfüllte Leben (eudaimonia).

Es gibt für Aristoteles nur ein Patentrezept zu diesem Leben: die Tugenden. Tugenden, oder Tüchtigkeit, wie Aristoteles sagt, sind die Eigenschaften von Dingen, die sie hervorragend für eine bestimmte Tätigkeit machen. Die Tüchtigkeit eines Messers, so sein Beispiel, ist, dass es gut schneidet. Ein Messer, das nicht oder nur schlecht schneidet, besitzt keine Tüchtigkeit und ist demnach nicht nur wertlos sondern auch sinnlos. Natürlich stellt Aristoteles die Frage nach der Tugend der Menschen. Was ist deren besondere Fähigkeit? Eben dieses: das glückliche und erfüllte Leben.

Sollen wir also wieder zurück zu den Tugenden des Aristoteles? Dies ist gar nicht nötig. Denn noch immer besitzen Menschen Tugenden. Sie tun Dinge, die es ihnen und ihren Mitmenschen ermöglicht, ein glückliches und erfülltes Leben zu führen. Der Unterschied zwischen Tugenden und Werten kann folgendermaßen beschrieben werden: Während Tugenden charakterliche Eigenschaften von Personen sind, sind Werte Auszeichnungen von Handlungsweisen. Das eine bezieht sich also auf Menschen, das andere auf deren Tun und Unterlassen – unabhängig davon, welcher Mensch gemeint ist.

Kann man Werte vermitteln?

Können wir garantieren, dass Kinder die Werte akzeptieren, die sie von den Erwachsenen bekommen? Natürlich nicht! Niemand kann garantieren, dass Werte tatsächlich weiter getragen werden. Darum sind Werte auch ständig im Wandel. Einige werden aus guten Gründen verdrängt, etwa archaische Vorstellungen von patriarchalischen Familien, andere werden einfach nur vergessen und blühen erst später wieder auf, etwa das berühmte Beispiel des Gentleman.

Können aber überhaupt Werte in Form von Bildung vermittelt werden? Kinder bekommen nicht nur in der Schule Werte vermittelt, sondern auch im Elternhaus, unter Freunden und über die Medien. Bildung ist also nur eine Möglichkeit, Werte zu vermitteln. Der Erfolg ist dabei jedoch nicht vorprogrammiert. Eines jedoch erkannte schon Aristoteles: Werte können nur dann entstehen, wenn (vor allem junge) Menschen in einem Umfeld leben, in dem die Werte auch geschätzt und gepflegt werden. Dazu ist wichtig, dass junge Menschen zum Nachdenken angeregt werden. Sie sollen nicht nur ihr eigenes Handeln hinterfragen, sondern auch das ihrer Mitmenschen. Es ist natürlich eine Frage des Alters, ob sich Kinder die Konsequenzen des eigenen und fremden Tuns vor Augen halten können. Vor allem junge Kinder sind dazu geistig noch nicht in der Lage und müssen eine solche – in die Zukunft gerichtete – Perspektive erst entwickeln (erkennbar am Tadel: „Was wäre, wenn man immer so handeln würde?“).

Ebenfalls von großer Wichtigkeit ist das Aufstellen von Regeln – und natürlich das Befolgen solcher Regeln. Denn Regeln – oder besser: Normen – sind ein wichtiger Schritt von der Werte-Erzeugung zu wertvollem Handeln. Sie geben dem Handeln Struktur und machen den Alltag leichter. Aristoteles sagt, dass es nur eine einzige wichtige Regel gibt: Wer sich die Tugenden zu eigen macht, der lebt glücklich. Darum sollte man danach streben ein tugendhafter Mensch zu sein und Werte zu leben. Solche Werte können sein: das Bewältigen zwischenmenschlicher Aufgaben und somit das Übernehmen von Verantwortung; das Teilen mit anderen und somit das Denken als Mitglied einer Gesellschaft gleichgestellter Individuen; der Respekt gegenüber Andersdenkenden und der Austausch mit diesen; Mitgefühl mit Menschen, denen es im Leben schlechter geht als einem selbst; Dankbarkeit und Freundschaft; Fairness und Kooperation; Liebe und Friedfertigkeit.

Diese Aufzählung ist natürlich nicht vollständig. Es steht dem Leser frei, sie zu reflektieren und sich über seine persönlichen Werte Gedanken zu machen.

1) http://www.hauptsache-bildung.de/2012/was-sind-werte/

Prof. C.J.M. Beniers

Email: beniers@mac.com
11-01-2016

About Professor C.J.M. Beniers

Prof. C.J.M. Beniers is a well known authority in the field of modern and international communication techniques. He developed the Six-Component-Model. This model enables companies, institutions and politicians to communicate and negotiate with counterparts from all over the world successfully. His career began as international manager at Philips and later he earned his doctorate as professor in communication. He has more than 35 years experience as manager and management trainer. Thus he knows both sides – theory and praxis – very well. As scientist, Prof. Beniers conducts frequently research in the field of intercultural communication. The results of his interesting research can be found in news articles, free pod casts, audio books and his E-books such as “Bridging The Cultural Gap.” Here, modern managers learn how to prepare for business meetings with people from different cultures; they acquire the techniques and tools to handle situations in times of crises successfully, master intercultural barriers, country-specific communication patterns, looking into personal cultural values & systems. Knowing all this, men can prevent cultural misunderstandings and misinterpretations – not only in business but also in private life.

Was das Leben sinnvoll macht: Bedürfnisse achten – Werte schätzen-5

January 8, 2016 by · Leave a Comment
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Was das Leben sinnvoll macht: Bedürfnisse achten – Werte schätzen-5)

Grundbedürfnisse 5: Ein Dreierspiel

Selbstverwirklichung Individualität

Jede Gestalt eines Menschen unterscheidet sich von der aller anderen, sie macht ihre/seine Einzigartigkeit und Unverwechselbarkeit aus. JedeR ist zwar nichts Besonderes, aber dennoch einmalig. JedeR lebt als Unikat und hat das Recht, einmalig zu sein. KeineR braucht sich darin zu verbiegen und künstlich klein zu machen, denn so groß ist jedeR gar nicht.

Kontakt, Liebe

Als leib-seelische Frühgeburten haben wir keine Chance zu überleben, wenn sich uns niemand zuwendet, wenn niemand mit uns lacht, uns anspricht, uns berührt. Auch als Erwachsene haben wir ein tiefes Bedürfnis nach leiblich-seelischer Nähe: im Austausch stehen, berührt werden, gehalten werden, gewärmt, angeregt werden.

Zugehörigkeit, Heimat

Die erste Zugehörigkeit erfahren wir als Schicksal. Wir wurden nicht gefragt, ob wir als Kind dieser oder jener Eltern geboren werden wollten; wir konnten uns weder unsere Sippe, unser Zeitalter, die soziale Schicht, noch die Landschaft und Sprache aussuchen. Unsere zweite Zugehörigkeit wird von uns gewählt. Die Aufgabe, für die wir uns einsetzen, die Familie, die wir gründen, die gesellschaftliche oder religiöse Wahl, die wir treffen, die Gruppierung, als deren Teil wir uns verstehen, all dies wird zu einem neuen Bezugsgeflecht, mit dem wir uns verbunden fühlen.

5) Günter W. Remmert: http://www.seminarhaus-schmiede.de/pdf/wertelust.pd4

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Prof. C.J.M. Beniers is a well known authority in the field of modern and international communication techniques. He developed the Six-Component-Model. This model enables companies, institutions and politicians to communicate and negotiate with counterparts from all over the world successfully. His career began as international manager at Philips and later he earned his doctorate as professor in communication. He has more than 35 years experience as manager and management trainer. Thus he knows both sides – theory and praxis – very well. As scientist, Prof. Beniers conducts frequently research in the field of intercultural communication. The results of his interesting research can be found in news articles, free pod casts, audio books and his E-books such as “Bridging The Cultural Gap.” Here, modern managers learn how to prepare for business meetings with people from different cultures; they acquire the techniques and tools to handle situations in times of crises successfully, master intercultural barriers, country-specific communication patterns, looking into personal cultural values & systems. Knowing all this, men can prevent cultural misunderstandings and misinterpretations – not only in business but also in private life.

Was das Leben sinnvoll macht: Bedürfnisse achten – Worte schätzen-4

January 8, 2016 by · Leave a Comment
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Was das Leben sinnvoll macht: Bedürfnisse achten-Werte schätzen 4)

Grundbedürfnisse 4: Marschall B. Rosenberg

Marshall B. Rosenberg (*1934 in Ohio) ist Gründer und Direktor des gemeinnützigen Center for Nonviolent Communication. Er hat das Konzept der Gewaltfreien Kommunikation entwickelt. Beeinflusst wurde seine Arbeit u. a. von der klientenzentrierten Gesprächs- therapie seines Lehrers Carl Rogers (Humanistische Psychologie) und Überlegungen Mahatma Gandhis zur Gewaltfreiheit. Nach Rosenberg gibt es auf der Ebene der Grundbedürfnisse keine Konflikte zwischen Menschen. Denn diese Grundbedürfnisse sind allen Menschen zu eigen. Konflikte entstehen erst zwischen den unterschiedlichen Strategien, mit denen Menschen ihre Bedürfnisse zu erfüllen versuchen.

Vgl. Rosenberg, Marshall B. (2005): Gewaltfreie Kommunikation. Eine Sprache des Lebens; gestalten Sie Ihr Leben, Ihre Beziehungen und Ihre Welt in Übereinstimmung mit Ihren Werten. Paderborn: Junfermann Verlag, S. 216-217

4) Günter W. Remmert: http://www.seminarhaus-schmiede.de/pdf/wertelust.pd4

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Was das Leben sinnvoll macht: Bedürfnisse achten – Werte schätzen-3

December 11, 2015 by · Leave a Comment
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Was das Leben sinnvoll macht: Bedürfnisse achten-Werte schätzen 3)

Grundbedürfnisse 3: Manfred Max-Neef

Der chilenische Ökonom Manfred A. Max-Neef (* 1932) bekam für seine Thesen zu einer „Entwicklung nach menschlichem Maß“ 1983 den Alternativen Nobelpreis.
Er betrachtet menschliche Bedürfnisse nicht nur als Mangel, sondern auch als individuelle und kollektive Potentiale.  Im Unterschied zur traditionellen Auffassung, menschliche Bedürfnisse seien unbegrenzt und würden sich ständig ändern, geht er davon aus, dass sie begrenzt und damit stillbar sind. Deutlich unterscheidet er dabei zwischen den Grundbedürf- nissen („fundamental human needs“) und den Bedingungen und Formen ihrer Befriedigung („satisfier“). Die Grundbedürf- nisse sind in allen Kulturen gleich, während die Art, wie sie befriedigt werden, sehr unterschiedlich sein kann. Erst die ausgewogene Balance der verschiedenen Bedürfnisse ermöglicht konstruktive Konfliktlösungen und menschliche Entwicklung.

3) Günter W. Remmert: http://www.seminarhaus-schmiede.de/pdf/wertelust.pdf

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11-12-2015

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Was das Leben sinnvoll macht: Bedürfnisse achten – Werte schätzen-2

November 28, 2015 by · Leave a Comment
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Was das Leben sinnvoll macht: Bedürfnisse achten – Werte schätzen 2)

Grundbedürfnisse 2: Abraham Maslow

Abraham Maslow (1908-1970) war ein Mitbegründer der „Humanistischen Psychologie“. Nach ihm wird der Mensch in seinem Verhalten von hierarchisch strukturierten Bedürfnissen geleitet. Diese lassen sich als Pyramide darstellen.

  1. Physiologische Bedürfnisse: Die wichtigsten sind Hunger, Durst und Sexualität. Wenn diese konstant befriedigt werden, verlieren sie an Bedeutung.
  2. Sicherheitsbedürfnisse: Bedürfnis nach Stabilität, Schutz, Freiheit von Angst und Chaos, Struktur, Ordnung, Gesetz. Menschen wünschen sich eine vorhersagbare Welt. Chaos und Ungerechtigkeit verunsichern sie.
  3. Zugehörigkeits- und Liebesbedürfnisse: Ergebnisse soziologischer Studien bestätigen die negativen Auswirkungen von Entwurzelung aus Bezugsgruppen (Wegzug der Familie in einen anderen Ort; Auflösung der Familie z.B. durch Scheidung; Emigration, Aussiedler)
  4. Wertschätzungs- und Geltungsbedürfnis: Das Bedürfnis umfasst zum einen den Wunsch nach Stärke, Leistung und Kompetenz, zum anderen das Verlangen nach Prestige, Status, Ruhm und Macht. Darauf gründet sich das Selbstwertgefühl eines Menschen.
    Bedürfnis nach Selbstverwirklichung (Wachstumsbedürfnis, Selbstaktualisierung): Damit spricht Maslow das Streben nach der Entwicklung der eigenen Persönlichkeit an. Die Effekte dieses Strebens sind von Person zu Person sehr unterschiedlich. Es zeigt sich darin eine “Vorwärtstendenz” im menschlichen Wesen. Der Mensch drängt danach, die Einheit seiner Persönlichkeit zu erleben, er ist auf der Suche nach Wahrheit. Er drängt nach “vollem Sein”: Heiterkeit, Freundlichkeit, Mut, Ehrlichkeit, Liebe, Güte …

2) Günter W. Remmert: http://www.seminarhaus-schmiede.de/pdf/wertelust.pdf

Prof. C.J.M. Beniers
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28-11-2015

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Podcast Offene Kommunikation-2

January 23, 2014 by · Leave a Comment
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David Bohm  befasste sich in den letzten zehn Jahren seines Lebens sehr intensiv mit Fragen der Kommunikation in Gruppen, die dazu dient, neue Erkenntnisse zu gewinnen sowie gemeinsame Einsichten zu erhalten.  Mehr dazu im Podcast: Podcast Offene Kommunikation-2 

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NL Zoetermeer 23-01-2014

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Podcast Offene Kommunikation-1

Dieser Podcast beschäftigt zich mit dem Thema der offenen Kommunikation. Voraussetzung zur offenen Kommunikation ist effektive Dialogführung.  

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NL Zoetermeer 20-01-2014

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Selbstwirksamkeit-2

January 4, 2014 by · Leave a Comment
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Quellen der Selbstwirksamkeit

 a.  Eigene Erfahrungen

Eigene Erfahrungen haben den wichtigsten Einfluss auf die Ausbildung der Selbstwirksamkeit. Das Erlebnis, durch eigene Anstrengungen ein Ziel zu erreichen, bewirkt, dass man sich auch in Zukunft für fähig halten wird, schwierige Aufgaben zu bewältigen. Wichtig ist dabei, dass man sich für die Zielerreichung anstrengen muss. Wer sich für seine Erfolge nicht anstrengen muss, lernt auch nicht, dass er sie durch eigenes Handeln beeinflussen kann. Besonders stark wirken sich sogenannte „mastery experience’’’ aus. Dies sind Situationen, in denen eine Person zunächst nicht weiss, wie sie eine Aufgabe zu lösen hat, aber durch eigene Anstrengungen nach und nach eine erfolgreiche Lösungsstrategie ausbildet.

b.  Modelllernen

Beim Beobachten von Personen, die durch eigene Anstrengung eine schwierige Aufgabe bewältigen, kann ebenfalls Selbstwirksamkeit entstehen. Hierbei spielt die wahrgenommene Ähnlichkeit zwischen BeobachterIn und Zielperson eine grosse Rolle. Nur wenn man der Zielperson ähnliche Kompetenzen zuschreibt wie sich selbst, löst deren Erfolg auch beim Beobachter / bei der Beobachterin das Gefühl aus, das Gleiche erreichen zu können.

c.  Soziale Überzeugung

Auch durch Zuspruch von anderen gewinnt man Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Damit Selbstwirksamkeit entstehen kann, müssen die von aussen herangetragenen Überzeugungen jedoch auch (irgendwann) mit der Realität übereinstimmen. Das heißt: Man muss auch irgendwann tatsächlich Erfolg haben.

Prof. C.J.M. Beniers

NL Zoetermeer 04-01-2014

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Selbstwirksamkeit-1

December 1, 2013 by · Leave a Comment
Filed under: Kommunikation, Psychologie 

Selbstwirksamkeit[1]

 Selbstwirksamkeit meint die individuelle, unterschiedlich ausgeprägte Überzeugung, dass man in einer bestimmten Situation die angemessene Leistung erbringen kann. Diese Überzeugung bezüglich der eigenen Fähigkeiten bestimmt, wie Menschen sich fühlen, denken,sich motivieren und handeln. Sie beeinflusst die Wahrnehmung und Leistung auf unterschiedlichste Weise. Selbstwirksamkeit bezieht sich also auf die Überzeugung, dass man fähig ist, zu lernen oder bestimmte Aufgaben auszuführen.

Bei der Selbstachtung geht es um die Beurteilung des Selbstwertes. Mit Selbstachtung ist z.B.gemeint, ob man sich selber mag oder nicht. Damit erzeugt Selbstachtung im Gegensatz zu Selbstwirksamkeit weder persönliche Ziele noch Leistung.

Auch beim Selbstkonzept geht es um die Beurteilung des Selbstwertes: „Selbstkonzept“. Darunter versteht man die gesamte Selbstwahrnehmung, die durch Erfahrungen mit der Umwelt gebildet wird und durch Verstärkung und Beurteilung durch andere stark beeinflusst wird.

Das Intensivieren der Erfahrung von eigenen Kompetenzen im Laufe der individuellen Entwicklung führt zum Erleben umfassender Selbstwirksamkeit. Wichtige Kompetenzen in diesem Bereich sind:

  • Persönliche Kompetenzen: Lernbereitschaft und Rollendistanz
  • Soziale Kompetenzen: Empathie und Kommunikation
  • Fachliche Kompetenzen
  • Strategische Kompetenzen: Informationsmanagement, Wissensmanagement usw.

Auf diese Weise kann sich ein stabiles Selbstvertrauen in Form einer generalisierten Selbstwirksamkeit entwickeln. Dieses stabile Selbstvertrauen ist die Grundlage dafür, dass ein generalisiertes Vetrauen entwickelt wird und ein enttäuschter Vertrauensvorschuss gut verarbeitet werden kann. Durch das Erleben generalisierter Selbstwirksamkeit ist es möglich, sich anderen Personen gegenüber vertrauensfördernd zu verhalten und ihnen längerfristig zu trauen.



[1] Bandura, A. (1977). Social learning theory. Englewood Cliffs: Prentice Hall.

Prof. C.J.M. Beniers

NL Zoetermeer 01-12-2013

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Selbstwirksamkeitserwartung

October 17, 2013 by · Leave a Comment
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Menschen mit hoher Selbstwirksamkeitserwartung glauben, dass sie etwas bewirken und auch schwierige Situationen bewältigen können. Die Selbstwirksamkeitserwartung ist ein gewisser Optimismus, ein positive geistige Haltung, bzgl. der Selbstbestimmungsmöglichkeiten. Man ist optimistisch, den Anforderungen und Herausforderungen gewachsen zu sein und diese meistern zu können.

Die Selbstwirksamkeitserwartung hat einen großen Einfluss auf  die Gefühle, das Verhalten und den Lebenserfolg von Menschen. Wenn man überzeugt ist, Einfluss auf sich und sein Leben zu haben, dann reagiert man weniger ängstlich, verliert seltener die Hoffnung und zeigt ein größeres Durchhaltevermögen. Man traut sich mehr zu und erreicht dann auch mehr als Menschen mit geringer Selbstwirksamkeitserwartung. Diese geben schnell vorzeitig auf oder wagen sich erst gar nicht an bestimmte Aufgaben heran.

Was man von sich denkt, muss nicht unbedingt mit der Tatsache übereinstimmen – d.h. es gibt Menschen, die sich weniger zutrauen, als sie zu leisten in der Lage sind. Die menschliche Selbstwirksamkeitserwartung ist erlernt. Sie zeigt sich in Einstellungen wie: “Ich habe Vertrauen in mich und meine Fähigkeiten.” “Ich kann die auf mich zukommenden Probleme bewältigen.” “Wenn ich mich genügend bemühe, werde ich vor mir stehende Probleme lösen.”

Gestärkt wird unsere Selbstwirksamkeitserwartung dadurch:

  • dass wir erfahren, wir können schwierige Situationen meistern;
  • dass wir Menschen beobachten, die wir uns als Vorbild nehmen können;
  • dass andere an uns glauben und von uns nur so viel erwarten, wie wir leisten können;
  • dass wir lernen, mit unseren Gefühlen umzugehen;
  • dass wir uns eine optimistische Sichtweise aneignen.

 

Prof. C.J.M. Beniers

NL Zoetermeer 17-10-2013

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About Professor C.J.M. Beniers


Prof. C.J.M. Beniers is a well known authority in the field of modern and international communication techniques. He developed the Six-Component-Model. This model enables companies, institutions and politicians to communicate and negotiate with counterparts from all over the world successfully. His career began as international manager at Philips and later he earned his doctorate as professor in communication. He has more than 35 years experience as manager and management trainer. Thus he knows both sides – theory and praxis – very well. As scientist, Prof. Beniers conducts frequently research in the field of intercultural communication. The results of his interesting research can be found in news articles, free pod casts, audio books and his E-books such as “Bridging The Cultural Gap.” Here, modern managers learn how to prepare for business meetings with people from different cultures; they acquire the techniques and tools to handle situations in times of crises successfully, master intercultural barriers, country-specific communication patterns, looking into personal cultural values & systems. Knowing all this, men can prevent cultural misunderstandings and misinterpretations – not only in business but also in private life.

Contact:


Prof. C.J.M. Beniers

Amaliaplaats 2
2713 BJ Zoetermeer

The Netherlands

Telefone: +31 (0) 79 – 3 19  03 81

Mobile:  +31 (0) 6 2 061 8494

Email: info@beniers-consultancy.com

http://www.beniers-consultancy.com

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