Grundsatzprinzipien interkultureller Kompetenz-1

 

 

 

 

 

 

 

 

1. Vertrauen

1.1  Selbstvertrauen

Vertrauen bekommt man nicht umsonst. Vertrauen muss man “verdienen”. Man muss sich anstrengen, das Vertrauen anderer Personen zu gewinnen. Das ist aber nicht so einfach.

Frage nun ist: Wie kann man Vertrauen aufbauen? Wie kann man Vertrauen zu Menschen aus anderen Ländern mit ihren oft altangestammten Sitten und Gewohnheiten gewinnen? Die Praxis zeigt, dass, wenn man erfolgreich Vertrauen zu anderen aufbauen will, man ein Höchstmaß an Selbstvertrauen, das heißt Vertrauen zu sich selber haben soll. Denn ohne Selbstvertrauen wirkt man unsicher auf andere. Und das ist nicht gerade ein solide Grundlage zum Vertrauensaufbau.

Es gibt Menschen, die weisen Selbstvertrauen auf, und es gibt solche, die haben es nicht. Diejenigen, die es haben, schauen uns geradewegs in die Augen und schütteln uns fest die Hand. Solche Menschen scheinen ein Abonnement auf die guten Plätze des Lebens zu haben. Diejenigen, die es nicht haben sind die ewigen Zweiten. Es sind diejenigen, die zum Beispiel nicht den Mut haben, eine bestimmte Bitte abzulehnen und dadurch “Ja” sagen.  Obschon sie lieber “Nein” gesagt hätten!

1.2  Selbstvertrauen stärken[1]

Wir haben verschiedene Möglichkeiten, unser Selbstvertrauen zu stärken. Wichtig ist nur, dass wir diese konsequent nutzen und einsehen, dass die Arbeit an unserem Selbstver-trauen nicht eine kurzfristige Übung ist.

Drei Ansatzpunkte:

Kopf (Denken)

•   Denkmuster, die uns belasten erkennen und ändern;

•   Zweifeln und Selbstabwertung stoppen (positive, innere Dialoge);

•   Erfahrungen und Erlebnisse verarbeiten;

•   Ehrliches Selbstbild erarbeiten.

Herz (Fühlen)

•   Freude, Begeisterung, Mut und Spass am Tun und sich selbst überwinden entwickeln;

•   Angst, Unsicherheitsgefühle und Ärger (über sich selbst) wirksam

begegnen;

•   Gelassenheit entwickeln;

•   Loslassen, entspannen, innere Ruhe finden;

•   Körperliches Selbstvertrauen und natürliche Autorität entwickeln;

•   Nervosität, flaues Gefühl, Zittern und andere körperliche Zeichen;

von Unsicherheit systematisch reduzieren

Hand (Handeln)

•   Herausforderungen annehmen, sich etwas zutrauen;

•   Erfolgserlebnisse sammeln;

•   Selbstsicheres Auftreten und sichere Körpersprache.

1.3   Vertrauensforschung

 Bis vor einigen Jahrzehnten ist dem Thema des Vertrauens nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt[2]. Die Globalisierung, die sich daraus ergebenden Kontakte und die damit einhergehenden Missverständnisse und Probleme im Bereich gegenseitigen Kulturverständnisses hat aber deutlich gemacht, dass man ohne Vertrauen zu sichselbst und zu anderen nicht erfolgreich mit anderen Personen und vor allem nicht mit Menschen aus anderen Kulturen  kommunizieren und umgehen kann.

In letzter Zeit haben Forschungen von Sozialwissenschaftlern und Psychologen zu wichtigen Erkenntnissen im Bereich des Vertrauens im interkulturellen Bereich geführt.  So gibt es verschiedene Vertrauensdefinitionen aus wissenschaftlicher Perspektive[3]:

  • Vertrauen resultiert aus bisheriger Erfahrung und der Hoffnung auf das Gute im Menschen
  • (Schottländer, 1958).
  • Vertrauen reduziert die Komplexität menschlichen Handelns, erweitert zugleich die Möglichkeiten des Erlebens und Handelns und gibt Sicherheit (Luhmann, 1973).
  • Vertrauen hängt von frühkindlichen Erfahrungen, vor allem von der Qualität der Mutter-Kind Beziehung ab.  Unnötige Versagungen, Drohungen und persönliche unzuverlassigkeit verhindern Vertrauen (Erikson, 1963).
  • Vertrauen basiert auf der Erwartung einer Person oder einer Gruppe, sich auf ein mündlich oder schriftlich gegebenes – positives oder negatives – Versprechen einer anderen Person bzw. Gruppe verlassen zu können (Rotter, 1976;1971).
  • Vertrauen zwischen zwei Menschen lässt sich an verbalen und motorischen Indikatoren feststellen; solche sind häufigere Hier-und-jetzt-Äußerungen, selbstexplorative Äußerungen, Bitte um bzw. Erteilen von Feedback, Bitte um Hilfe bei einem Problem, spontane unaufgeforderte Beteiligung und wechselseitiges Verstärken (Krumholtz & Potter, 1980.

Unter kulturvergleichenden Aspekten ist zu bemerken, dass diese Definitionen ein stark individualistisches Kulturverständnis aufweisen, und es liegt auf der Hand, dass Menschen aus  anderen Kulturen (zum Beispiel aus kollektivitischen, bzw. kontextorientierten Kulturen, aus reaktiven  und aus retikulären Kulturen) das Phänomen Vertrauen aus unterschiedlicher Perspektive betrachten.

Für die Vertrauensforschung sind verschiedene Aspekte von Sozialverhalten relevant. Wichtig in diesem Zusammenhang sind:

  • Empathie
  • Selbstwirksamkeit.
Sehen Sie den Film:  interkulturelle Kompetenz


[1] http://www. 3p-gmbh.ch/img/3p/dok/selbstvertrauen.pdf

[2] Thomas, A. Vertrauen im interkulturellen Kontext aus Sicht der Psychologie.              www.psychologie.uni-regensburg.de/Thomas/aktuell/Vertrauen_im_interk_Kontext.PDF.

[3] Petermann, F. (1996). Psychologie des Vertrauens. Göttingen: Hogrefe, 3.Auflage.

About Professor C.J.M. Beniers


Prof. C.J.M. Beniers is a well known authority in the field of modern and international communication techniques. He developed the Six-Component-Model. This model enables companies, institutions and politicians to communicate and negotiate with counterparts from all over the world successfully. His career began as international manager at Philips and later he earned his doctorate as professor in communication. He has more than 35 years experience as manager and management trainer. Thus he knows both sides – theory and praxis – very well. As scientist, Prof. Beniers conducts frequently research in the field of intercultural communication. The results of his interesting research can be found in news articles, free pod casts, audio books and his E-books such as “Bridging The Cultural Gap.” Here, modern managers learn how to prepare for business meetings with people from different cultures; they acquire the techniques and tools to handle situations in times of crises successfully, master intercultural barriers, country-specific communication patterns, looking into personal cultural values & systems. Knowing all this, men can prevent cultural misunderstandings and misinterpretations – not only in business but also in private life.

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Dimensionen nationaler Kulturen-7

 

 

 

 

 

 

 

 

Neutrale Kulturen – Definition/Umschreibung:

Selbstbeherrschung und kühl-sachliches Auftreten werden favorisiert. Es wird wenig gelacht, Körperkontakt wird vermieden. In Nordamerika und Nordwesteuropa sind die Beziehungen zu Kollegen und Geschäftspartnern sachlich und zielorientiert. Der gesunde Menschenverstand hält Emotionen unter Kontrolle, denn man denkt, dass Emotionen trübend wirken.

 Affektive Kulturen – Definition/Umschreibung:

Gestikulieren und Körperkontakt sind üblich. In Afrika und Lateinamerika sind Emotionen Teil der Beziehungen zu Kollegen und Geschäftspartnern: loslachen, sich ärgern, sich streiten usw. 

(1) Riding The Waves of Culture: Understanding Diversity in Global Business with Charles Hampden-Turner (1997)

C.J.M. Beniers

NL Zoetermeer

04-10-2012

Über C.J.M. Beniers

C.J.M. Beniers ist ein bekannter Fachmann auf dem Gebiet von modernen und internationalen Kommunikationstechniken und Entwickler vom Sechs-Komponenten-Modell. Damit können Firmen, Institutionen und Politiker mit Gesprächspartnern aus aller Welt erfolgreich kommunizieren und verhandeln. Seine Karriere begann als internationaler Manager bei Philips N.V.  und hat mittlerweile mehr als 35 Jahre Erfahrung als Manager und Management Trainer. Dadurch kennt er beide Seiten, die Theorie und die Praxis sehr genau. Als Kommunikationsexperte veranstaltet er wissenschaftliche Forschungen im interkulturellen Bereich. Die interessanten Ergebnisse der Forschungen sind in seinen E-Büchern nachzulesen, wie z.B. “Bridging The Cultural Gap”. Hier lernen moderne Manager sich erfolgreich auf Geschäfte mit Leuten aus Fremdkulturen vorzubereiten. Unter anderem werden aktuelle Themen wie Verhandlungen in Krisenzeiten, interkulturelle Barrieren, landespezifische Kommunikationstechniken, persönliche kulturbedingte Wertesysteme und Missverständnisse behandelt und plausibel erklärt.

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Dimensionen nationaler Kulturen-6

 

 

 

 

 

 

 

 

Dimensionen nationaler Kulturen nach Trompenaars-2 (1)

Spezifische Kulturen – Definition/Umschreibung:

Spezifisch: Man ist im Umgang mit den Mitmenschen (z. B. Geschäftspartnern) geradlinig und zielgerichtet. Man kommt direkt auf den Punkt, ist offen zielgerichtet in der Beziehung. Man ist präzise, offen, definitiv, transparent. Prinzipien sind unabhängig vom jeweiligen Partner.

 Diffuse Kulturen – Definition/Umschreibung:

Diffus: Auch in Situationen mit einem festen Ziel (z. B. Verkauf) geht man nicht geradlinig auf das Ziel zu, sondern baut allerlei sonstige menschliche Beziehungen auf („Basarmentalität“). Man ist indirekt, anscheinend ziellos in der Beziehung. Man ist ausweichend, taktvoll, zweideutig, undurchsichtig. Man betreibt Situations-„Ethik“ (Vetternwirtschaft), abhängig von Partner und Umständen.

(1) Riding The Waves of Culture: Understanding Diversity in Global Business with Charles Hampden-Turner (1997)

C.J.M. Beniers

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14-09-2012

Über C.J.M. Beniers

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Dimensionen nationaler Kulturen-5

 

 

 

 

 

 

 

 

Dimensionen nationaler Kulturen nach Trompenaars-1 (1)

Universalismus – Definition/Umschreibung:

Der Glaube an allgemeine menschliche Werte, die für jeden gelten (gelten sollten), Werte, die nichts mit der Kultur von Menschen zu tun haben. Diese allgemeinen Werte sind wichtiger als persönliche Beziehungen. Im Universalismus wird nach den universellen Gesetzen gesucht, um das einzig Wahre zu erkennen. Dabei identifiziert man die USA als eine besonders universalistisch ausgeprägte Kultur – Frankreich hingegen als eine eher partikularistisch ausgeprägte Kultur. Dabei ist diese Dimension bis zu einem gewissen Grad mit der Individualismus/Kollektivismus-Dimension verbunden – jedoch mit einigen Ausnahmen. Als grobe Richtlinie kann jedoch gelten, dass individualistische Kulturen eher zum Universalismus neigen. Der Universalismus führte zu der universellen Erklärung der Menschenrechte.

 Partikularismus – Definition/Umschreibung:

Die grundlegende Idee des Partikularismus ist, dass es nicht nur eine richtige Version gibt. Partikularisten neigen dazu, regionalen, politischen oder kulturellen Interessen großen Wert beizumessen. Entscheidungen trifft man situationsabhängig. Daher auch keine universellen menschlichen Werte, sondern Werte, die für jede Gruppe, Nation anders sein können. Partikularistische Kulturen halten situationsbedingte Verhältnisse für wichtiger als Allgemeinregeln.

(1) Riding The Waves of Culture: Understanding Diversity in Global Business with Charles Hampden-Turner (1997)

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26-08-2012

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C.J.M. Beniers ist ein bekannter Fachmann auf dem Gebiet von modernen und internationalen Kommunikationstechniken und Entwickler vom Sechs-Komponenten-Modell. Damit können Firmen, Institutionen und Politiker mit Gesprächspartnern aus aller Welt erfolgreich kommunizieren und verhandeln. Seine Karriere begann als internationaler Manager bei Philips N.V.  und hat mittlerweile mehr als 35 Jahre Erfahrung als Manager und Management Trainer. Dadurch kennt er beide Seiten, die Theorie und die Praxis sehr genau. Als Kommunikationsexperte veranstaltet er wissenschaftliche Forschungen im interkulturellen Bereich. Die interessanten Ergebnisse der Forschungen sind in seinen E-Büchern nachzulesen, wie z.B. “Bridging The Cultural Gap”. Hier lernen moderne Manager sich erfolgreich auf Geschäfte mit Leuten aus Fremdkulturen vorzubereiten. Unter anderem werden aktuelle Themen wie Verhandlungen in Krisenzeiten, interkulturelle Barrieren, landespezifische Kommunikationstechniken, persönliche kulturbedingte Wertesysteme und Missverständnisse behandelt und plausibel erklärt.

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Dimensionen nationaler Kulturen-4

 

 

 

 

 

 

 

 

Dimensionen nationaler Kulturen nach Hofstede-4 (1)

Unsicherheitsvermeidung

Definition:

Der Grad, in dem die Mitglieder einer Kultur sich durch ungewisse oder unbekannte Situationen bedroht fühlen.

Deutschland bewegt sich hier im Mittelfeld, Japan ist das Land mit der stärksten, Großbritannien mit der geringsten Unsicherheitsvermeidung.

Kennzeichen von Unsicherheitskulturen

  • Kulturen mit geringer Unsicherheitsvermeidung empfinden Risiko eher als Herausforderung denn als bedrohlich (USA, Großbritannien, Schweden).
  • Amerikanische Banken vergeben einfach Kredite und gehen damit ein erhöhtes Risiko ein.
  • Kulturen mit großer Unsicherheitsvermeidung empfinden Risiko eher als Bedrohung (Griechenland, Spanien, Italien, Deutschland).
  • Das deutsche Ausbildungssystem ist eine wahre Hommage an die Unsicherheitsvermeidung: Selbst zum Verkaufen von Brötchen gibt es eine Ausbildung.
  • In risikovermeidenden Kulturen spielen Titel eine wichtige Rolle: Herr Professor will Herr Professor genannt werden.
  • Deutschland hat eine risikoscheue Kultur: „Wir haben es immer so getan. Warum sollen wir jetzt anders vorgehen?“

(1) Prof. Dr. G. Hofstede: Interkulturelle Zusammenarbeit. Wiesbaden

 

 

 

 

 

 

 

 

C.J.M. Beniers

NL Zoetermeer

13-07-2012

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Dimensionen nationaler Kulturen-3

 

 

 

 

 

 

 

 

Dimensionen nationaler Kulturen nach Hofstede-3 (1)

Femininität versus Maskulinität

Definition Femininität:

Kennzeichnet eine Gesellschaft, in der die Rollen der Geschlechter sich überschneiden. Sowohl Frauen als auch Männer sollten bescheiden und feinfühlig sein.

Definition Maskulinität:

Kennzeichnet eine Gesellschaft, in der die Rollen der Geschlechter klar abgegrenzt sind. Männer haben hart und materiell orientiert zu sein.

Deutschland ist eine eher maskuline Gesellschaft, d. h. so genannte männliche Werte bestimmen den beruflichen Alltag. Niederlande hingegen ist eher feminin orientiert, hier dürfen sich auch mal Männer eine Babypause gönnen.

Kennzeichen femininer Kulturen

  • Mitgefühl
  • Toleranz
  • Soziale Ausrichtung
  • Gewisse Sympathie für den Schwächeren
  • Keine strikte Trennung der Geschlechterrollen
  • Niederlande und skandinavische Länder sind Paradebeispiele für eine feminine Kultur

Kennzeichen maskuliner Kulturen

  • Nur der/das Beste zählt.
  • Toleranz und Mitgefühl spielen eine untergeordnete Rolle.
  • Geschlechterrollen sind relativ strikt getrennt.
  • Status.
  • Aggressives Verkaufsverhalten auf Kosten anderer.
  • USA, Japan, Deutschland: typisch maskuline Kulturen.

(1) Prof. Dr. G. Hofstede: Interkulturelle Zusammenarbeit. Wiesbaden

 

 

 

 

 

 

 

 

C.J.M. Beniers

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08-07-2012

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Dimensionen nationaler Kulturen-2

 

 

 

 

 

 

 

 

Dimensionen nationaler Kulturen nach Hofstede-2 (1)

Kollektivismus versus Individualismus

Definition Individualismus:

Individualismus beschreibt Gesellschaften, in denen die Bindungen zwischen den Individuen locker sind: Man erwartet von jedem, dass er für sich selbst und seine unmittelbare Familie sorgt.

Definition Kollektivismus:

Kollektivismus beschreibt Gesellschaften, in denen der Mensch von Geburt an in starke, geschlossene Wir-Gruppen integriert ist, die ihn ein Leben lang schützen und dafür bedingungslose Loyalität verlangen.

USA liegt in der Individualismusskala ganz vorne, „vom Tellerwäscher zum Millionär“ liegt in der individualistischen Weltanschauung begründet. Der Einzelne hat sein Leben in der Hand und ist selber dafür verantwortlich (siehe auch Pocket Power Managerwissen kompakt: USA). Arabische oder asiatische Länder sind eher kollektivistisch orientiert. Hier richtet der Einzelne seine Handlungen nach den Bedürfnissen der Gruppe.

Beispiele:

  • Prioritätensetzung innerhalb der Gesellschaft auf das Individuum oder auf die Gruppe.
  • Die USA stellen die individualistischste Gesellschaft dar: Frank Sinatra: „I did it my way.“
  • China: Gruppe ist wichtiger als Selbstverwirklichung der Gruppenmitglieder: „Der Nagel, der herausragt, wird in das Brett gehämmert.

Beispiel Missverständnis zwischen Individualisten und Kollektivisten

Ein amerikanisches Unternehmen hat in Südkorea eine Tochtergesellschaft gegründet. In dieser Tochtergesellschaft werden komplizierte Herstellungsverfahren durchgeführt. Darum arbeiten da viele amerikanische Manager. Einer dieser Manager hat eine Gruppe von südkoreanischen Mitarbeitern mit einer Aufgabe zur Lösung eines Problems bei einem Herstellungsverfahren beauftragt. Nach einigen Tagen traf der Manager den Leiter der südkoreanischen Gruppe und fragte diesen, ob man schon eine Lösung gefunden hat. Der Südkoreaner schaute den Manager verärgert an, schwieg und lief davon. Was hat der Amerikaner falsch gemacht? Er hätte die ganze Gruppe zu sich bestellen und dann seine Frage stellen sollen. Südkorea ist ja eine kollektivistische Gesellschaft!

 

 

 

 

 

 

 

(1) Prof. Dr. G. Hofstede: Interkulturelle Zusammenarbeit. Wiesbaden

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24-06-2012

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Dimensionen nationaler Kulturen-1

Dimensionen nationaler Kulturen nach Hofstede-1 (1)

Prof. Dr. G. Hofstede hatte Gelegenheit, eine aus Erhebungen gewonnene umfangreiche Datenmenge über die Werte von Menschen in über 50 Ländern auf der ganzen Welt zu untersuchen. Diese Menschen arbeiteten in den jeweiligen Niederlassungen von IBM. Die Auswertung dieser Daten brachte kulturelle Dimensionen zutage. Hofstede unterscheidet folgende kulturelle Dimensionen:

  • Machtdistanz
  • Kollektivismus versus Individualismus
  • Maskulinität versus Feminität
  • Unsicherheitsvermeidung

Machtdistanz

Definition:

Das Ausmaß, bis zu welchem die weniger mächtigen Mitglieder von Institutionen bzw. Organisationen eines Landes erwarten und akzeptieren, dass Macht ungleich verteilt ist.

Die arabischen Ländern sind beispielsweise Gesellschaften, in der ungleiche Machtverhältnisse hohe Akzeptanz in der Bevölkerung finden, im Gegensatz zu Großbritannien oder den Niederlanden. Die Hauptunterschiede zwischen Gesellschaften mit geringer und großer Machtdistanz zeigt diese Tabelle:

 

 

 

 

 

 

 

 

Kennzeichen der Machtdistanz

  • Länder wie Frankreich, Indien und Japan zeichnen sich durch eine hohe soziale Distanz aus; man respektiert die übergeordnete Stellung.
  • Amerika, als anderes Extrem, zeigt dieses Verhalten nicht: z. B. die Affäre Clinton, die offen in den Medien ausgeschlachtet wurde.
  • Der amerikanische Traum „vom Tellerwäscher zum Millionär“ hängt auch mit der geringen sozialen Distanz zusammen. „Be what you want to be“, lautet die Devise.
  • Indien dagegen ist eine Kultur, die großen Respekt vor höheren sozialen Positionen hat. Auch nach Abschaffung des Kastenwesens wird diese Hierarchie noch in weiten Teilen der Gesellschaft aufrechterhalten.
  • In deutschen Unternehmen gibt es eine stärkere Hierarchie, d. h. größere Distanz zwischen Chef und Mitarbeitern, als in niederländischen Unternehmen. Niederländische Unternehmen reagieren schneller und flexibler auf unvorhergesehene Entwicklungen usw. als deutsche Firmen, da die Mitarbeiter häufiger selbst die Initiative ergreifen

 

 

 

 

 

 

 

(1) Prof. Dr. G. Hofstede: Interkulturelle Zusammenarbeit. Wiesbaden

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15-06-2012

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Notwendige Einstellung: Kultureller Relativismus

 

 

 

 

 

 

 

 

Notwendige Einstellung: Kultureller Relativismus (1)

Möglichkeiten zum Zusammentreffen mit anderen Kulturen und mit Ansichten, die in ihnen ihren Ursprung haben, wachsen ständig. Reisen und Medien geben Einsicht in die Relativität unserer eigenen Kulturstandards. Es stellt sich heraus, dass unsere Wahrnehmung der Realität keineswegs universell ist. Es gibt keinen Grund, zu glauben, dass unsere Normen und Werte besser sind als die, an denen eine andere Kultur festhält.

Es gibt keine signifikanten Standards, um Kulturen hierarchisch anzuordnen. Was zu einer Zeit an einem Ort richtig ist, kann an einem anderen Ort falsch sein. Anthropologische Daten zeigen an, dass sogar moralische Richtigkeit oder Falschheit von Ort zu Ort variieren. Deshalb gibt es keine Rechtfertigung, eine Gruppe als besser/höher oder schlechter/niedriger als eine andere einzuschätzen.

Wenn man eine fremde Kultur beobachtet, ist ein gewisser vorübergehender Ausschluss des Urteilens notwendig. Man muss immer daran denken, dass die eigene Perspektive die Tendenz hat, subjektiv zu sein, und dass eine Kultur nur von innen beurteilt werden kann. Andererseits kann es sehr wertvoll sein, Fremdperspektiven auf die eigene Kultur zu projizieren.

Kultureller Relativismus kann allerdings zu einem schwierigen ethischen Problem führen. Wenn eine Kultur nur von innen beurteilt werden kann, wie sieht es dann mit Kulturen aus, die beispielsweise das Töten von Menschen billigen?

 Tipp

Kultureller Relativismus

  • Keine Kultur ist besser als irgendeine andere Kultur.
  • Man soll vorurteilsfrei andere Kulturen beobachten.

Kulturen lassen sich kategorisieren, d. h. nach bestimmten Dimensionen einordnen. Hier sind es vor allem die Dimensionen von Hofstede und Trompenaars & Hampden-Turner, die sich sehr gut für eine erste Einordnung eignen. Auch die Unterscheidung in monochrone und polychrone Kulturen ermöglicht eine gute Einschätzung.

(1) C.J.M. Beniers. Managerwissen Kompakt. Interkulturelle Kommunikation. Hanser Verlag München/Wien 2006. ISBN: 3-446-40220-9.

C.J.M. Beniers

NL Zoetermeer

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31-05-2012

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